Chronik Kleingärtnerverein Heidberg e.V.

Die Gründung des Kleingärtnervereins Heidberg e.V. erfolgte am 25.November 1971. 32 Kleingärten, die im Losverfahren vergeben wurden, bekamen im Süden Braunschweigs am Bruchanger im Stadtteil Heidberg (20.000 Einwohner) ihren Besitzer. Zur damaligen Zeit war die Nachfrage nach Kleingärten sehr groß.

Die südliche Kleingartenanlage war der 1. Bauabschnitt eines Kleingartenparkes, in unmittelbarer Wohnnähe, der nach und nach im Heidberg entstanden ist: eine parkähnliche Anlage mit einem Wegenetz für die Öffentlichkeit, in der heute mehrere Kleingartenanlagen inselartig eingebettet sind.

Die Größe der Einzelgärten liegt zwischen 370 und 410 m². Es waren seinerzeit Gartenlauben mit einer Größe von max. 31 m² einschließlich überdachtem Freisitz zugelassen. Die Lauben aus Holz oder Stein durften anfänglich nur mit Flachdächern gebaut werden, später waren auch Spitzdächer erlaubt.

Die Art der Einfriedung der Einzelgärten innerhalb der Anlage war eine Neuerung: keine Zäune und Gartentore, als Ersatz wegebegleitendes Grün als „Niedrig-Hecke" bis 60 cm Höhe, die Grenze zum Nachbarn bildete ein einfacher Spanndraht. Aufgelockert wurde die Anlage durch großzügig angelegte Grünflächen.

Der 2. Bauabschnitt, die nördliche Anlage, bis heute getrennt durch eine Ackerfläche, kam 1976 mit 33 Garten hinzu, so dass der Verein heute 65 Kleingärten zählt.

Beide Anlagen sind nach Westen mit einer Windschutzbepflanzung versehen, die gleichzeitig als Lärmschutz zur A 395 dient, später kam ein zusätzlicher Lärmschutz-Erdwall hinzu.

Eine Parzelle wurde bei der Vergabe der nördlichen Anlage als Vereinsgarten zurückbehalten. Die dort von den Gartenfreunden in Gemeinschaftsarbeit errichtete Gartenlaube dient bis heute als Vereinshaus. Hier tagt der Vorstand, finden Treffen statt und mit einer Zelterweiterung auch Vereinsfeiern.

Das gemeinschaftliche Grün ist innerhalb der 2. Anlage wesentlich kleiner ausgefallen, die nur 300 qm große Rasenfläche wurde aber in diesem Jahr in vorbildlicher Weise in einen Rosen- und Kräutergarten umgestaltet.

In der südlichen Anlage wird ebenfalls über verschiedene Gartenthemen informiert. Durch die Ansiedlung von mehreren Bienenvölkern wird nicht nur die Bestäubung der verschiedenen Obstgehölze sichergestellt, sondern auch der Nutzen der Honigbienen dargestellt. Auf mehreren Informationstafeln werden den Besuchern und Gartenfreunden kleingärtnerische und ökologische Themen vorgestellt.

Die Anlage, die tagsüber für die Öffentlichkeit offen gehalten wird, ist für Besucher einladend mit Ruhebänken ausgestattet. Besonderes Augenmerk im Eingangsbereich ist eine Sammlung alter Gartengeräte, die interessierten Gartenfreunde und Besucher an einer Stehle begutachten können.